Viele Berliner leiden unter hohen Mietpreisen. Vor allem die Mieten bei Neuvermietungen steigen seit langer Zeit in beträchtlichem Umfang. Zahlreiche Haushalte geben mittlerweile 30 % und mehr ihres Haushaltseinkommens für Mietzahlungen aus.

Berliner Mietpreise: Innerhalb von zehn Jahren verdoppelt

Mehrere Studien belegen die finanziell problematische Mietpreisentwicklung in Berlin. Dazu gehört eine Studie des Unternehmens Immowelt, welches anhand der Mietangebote auf seinem Portal die durchschnittlichen Preise bei Neuvermietungen ermittelt. 2008 lagen diese bei 5,60 Euro pro Quadratmeter, 2018 bei 11,40 Euro: ein Anstieg um rund 103 %! Eine Studie der Dienstleister CBRE und BerlinHyp, welche 40.000 Mietofferten analysiert haben, zeigt die hohen Kosten in den innerstädtischen Trendbezirken und in West-Berlin auf. Am teuersten ist es in Friedrichshain-Kreuzberg mit 11,90 Euro. In Ost-Berlin gibt es günstigeren Wohnraum, am wenigsten kostet es in Marzahn-Hellersdorf mit 7,30 Euro.

Gründe für die beträchtlichen Mietpreiserhöhungen

Die Attraktivität der Hauptstadt treibt die Mietpreisentwicklung an: Berlin verzeichnet weiterhin einen erheblichen Zuzug von Bürgern. Er umfasst Studenten aus allen Teilen Deutschlands, Arbeitsmigranten aus anderen Ländern und viele mehr. Der Zubau an neuen Wohnungen hält mit diesem Bevölkerungswachstum nicht mit, das knappe Angebot sorgt für steigende Preise. Es kommt hinzu, dass Vermieter für Neuvermietungen höhere Mieten als bei bestehenden Mietverhältnissen verlangen können. Das zieht die durchschnittlichen Mieten nach oben. Last, not least: Viele Investoren sehen den Berliner Immobilienmarkt als attraktive Form der Geldanlage, das treibt die Preise für Grundstücke sowie Gebäude und damit auch die Mieten.

Probleme mit bezahlbarem Wohnraum gibt es natürlich nicht nur in der Hauptstadt. Auf www.projekt-n8.de lesen Sie mehr über ein ganz besonderes Wohnprojekt in Leverkusen, entstanden vor vielen Jahren aus Gründen der Wohnungsnot.

Bild: Bigstockphoto.com / hebstreits.com

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