Ein Umzug mit einem Unternehmen kostet je nach Wohnungsgröße und Entfernung einige Hundert bis mehrere Tausend Euro. Wie viel Hausrat transportiert wird, wie weit die Wege zwischen Wohnung und Transporter sind und welche Leistungen du buchst, bestimmt den Preis. Die Wohnfläche gibt nur einen groben Anhaltspunkt. Sie zeigt nicht genau, wie viel Hausrat tatsächlich transportiert werden muss.
Bei einem Umzug in Eigenregie entfällt die Rechnung des Umzugsunternehmens. Kosten für Transporter, Kraftstoff, Kartons und weitere Ausgaben bleiben. Die Preise sind Richtwerte, keine verbindlichen Angebote.
Kosten mit einem Umzugsunternehmen
Die Tabelle zeigt Richtwerte für Umzüge mit einem Unternehmen, abhängig von Wohnungsgröße und Entfernung. Die Werte stammen aus einer Kostenübersicht für 2026 und sind keine repräsentativen Durchschnittspreise für ganz Deutschland.
| Wohnungsgröße | Lokal, etwa 50 km | Regional, etwa 120 km | Fernumzug, über 500 km |
|---|---|---|---|
| etwa 40 m² | 400–900 € | 600–1.100 € | 1.100–1.800 € |
| etwa 65 m² | 600–1.200 € | 800–1.400 € | 1.400–2.400 € |
| etwa 90 m² | 800–1.500 € | 1.000–1.700 € | 1.700–3.000 € |
| ab 120 m² | 1.100–2.000 € | 1.300–2.100 € | 2.200–3.800 € |
Die Preise liegen weit auseinander, weil Anbieter unterschiedliche Leistungen berechnen und manche Wohnungen schwerer erreichbar sind. Prüfe bei jedem Angebot, ob Verpacken, Möbelmontage und weitere Arbeiten enthalten sind.
Kosten beim Selbstumzug
Bei einem Umzug in Eigenregie zahlst du unter anderem für den Transporter, Kraftstoff, zusätzliche Kilometer, Umzugskartons und Schutzmaterial. Helferkosten können ebenfalls anfallen. Bei einer längeren Strecke kommen je nach Planung Park-, Maut- oder Übernachtungskosten hinzu. Eine Halteverbotszone kann ebenfalls Geld kosten.
Vergleiche bei einem Miettransporter nicht nur den Grundpreis. Achte auf die im Mietpreis enthaltenen Kilometer, die Versicherung, die Selbstbeteiligung, die Rückgabezeit und die Fahrzeuggröße. All das beeinflusst den Endpreis. Eigenleistung spart Geld, erfordert aber Zeit und Organisation. Denk auch an Verpflegung für private Helfer und mögliche zusätzliche Miettage.
Was den Preis verändert
Wie viel Hausrat du hast, bestimmt mit, wie groß der Transporter sein muss, wie viele Beschäftigte gebraucht werden und wie lange der Umzug dauert. Zwei Wohnungen mit gleicher Fläche können deshalb sehr unterschiedliche Umzugskosten verursachen. Wer vorab aussortiert und die Menge realistisch angibt, erleichtert eine verlässliche Kalkulation.
Auch die Entfernung zählt, weil längere Fahrten mehr Zeit und Kraftstoff erfordern. In den Wohnungen erhöhen Treppen ohne Aufzug, lange Laufwege und schwierige Zugänge den Aufwand. Eine Halteverbotszone kann zwar zusätzliche Kosten verursachen, verkürzt aber unter Umständen den Weg zwischen Wohnung und Transporter. Für besonders schwere oder unhandliche Möbel kann ein Außenlift nötig sein.
Der Preis hängt auch davon ab, welche Arbeiten das Unternehmen übernimmt. Packservice, Verpackungsmaterial, Möbelabbau und -aufbau, Küchenmontage, Einlagerung und besondere Transporte gehören nicht automatisch zum Grundpreis. Bitte den Anbieter, diese Arbeiten im Angebot einzeln aufzuführen.
Zusätzliche Ausgaben einplanen
Zusätzlich zum Transport und zum Umzugsunternehmen können je nach Situation weitere Kosten anfallen. Dazu zählen Kartons und Schutzmaterial, Renovierung oder Schönheitsreparaturen, neue Möbel und eine vorübergehende doppelte Miete, wenn sich alte und neue Mietverträge überschneiden. Nicht jeder Umzug verursacht diese Ausgaben. Ob Renovierungsarbeiten nötig sind, hängt vom Mietverhältnis und vom Zustand der Wohnung ab.
Plane solche Posten getrennt von den Transportkosten ein. So bleibt sichtbar, welcher Betrag für den Umzug selbst vorgesehen ist und welche Ausgaben unabhängig davon entstehen.
Angebote richtig vergleichen
Bitte mehrere Anbieter um ein Angebot und nenne jedem dieselben Angaben. Dazu gehören die Adressen, der Umzugstermin, die Menge des Hausrats, Etagen, Aufzüge, Laufwege und die Parksituation. Erwähne auch sperrige oder empfindliche Gegenstände. Fehlen diese Angaben, kalkulieren Anbieter möglicherweise mit unterschiedlichen Voraussetzungen.
Prüfe, ob ein Festpreis oder eine Abrechnung nach Stunden angeboten wird. Bei einem Stundenpreis zählen neben dem Stundensatz auch die angesetzte Zahl der Beschäftigten, die Arbeitszeit, die Anfahrt und mögliche Wartezeiten. Bei einem Festpreis sollte schriftlich feststehen, welche Leistungen enthalten sind und unter welchen Bedingungen sich der Preis ändern darf. Kläre außerdem, ob Mehrwertsteuer und Zusatzarbeiten im genannten Betrag berücksichtigt sind.
Laut Verbraucherzentrale gilt eine Überschreitung des Kostenvoranschlags um 15 bis 20 Prozent als Richtwert. Das ist keine feste gesetzliche Toleranz für jeden Umzug. Entscheidend sind die Vereinbarung und der Grund für zusätzliche Kosten.
Wo sich Kosten sparen lassen
Wer beim Termin flexibel ist, kann mehrere Angebote für unterschiedliche Tage vergleichen. Wenn du Kartons selbst besorgst oder wiederverwendest, sparst du Materialkosten. Vor dem Umzug auszusortieren senkt die Menge des Transportguts und erleichtert die Preisberechnung.
Überlege außerdem, welche Arbeiten du selbst übernehmen kannst. Verpacken oder kleinere Möbel abbauen reduziert den gebuchten Leistungsumfang, kostet aber eigene Zeit. Vergleiche die Ersparnis mit dem Aufwand und kläre vorher schriftlich, welche Arbeiten du selbst erledigst und welche der Anbieter übernimmt.
Versicherung und Steuer
Kläre vor der Buchung, welche Haftung das Umzugsunternehmen übernimmt und ob zusätzlicher Versicherungsschutz sinnvoll ist. Für Schäden gelten gesetzliche Haftungsregeln und Fristen; dokumentiere Schäden nach dem Umzug zeitnah und halte dich an die Vorgaben im Vertrag.
Bei einem privaten Umzug können bestimmte Arbeitskosten haushaltsnaher Dienstleistungen steuerlich begünstigt sein. Dafür gelten Bedingungen, etwa eine Rechnung und unbare Zahlung; Materialkosten zählen grundsätzlich nicht zu den begünstigten Arbeitskosten. Beruflich veranlasste Umzüge können steuerlich anders behandelt werden. Die Regeln und Pauschalen hängen vom Einzelfall und vom aktuellen Stand ab. Prüfe sie vor der Steuererklärung anhand aktueller Informationen des Finanzamts oder einer Steuerberatung.
